Hochkarätige Experten referierten unter der Moderation des SPD-Landtagskandidaten Thomas Stotko am Dienstag Abend zum Thema „Wohnen im Alter“ im Rigeikenhof Witten-Bommern. Ergebnis: Über Stadtverband und Fraktion der SPD soll nun der Diskussionsprozeß angestrebt werden - für die Moderation bot sich die VHS mit dem anwesenden neuen Direktor Thomas Eberwien.
Nach einer Einführung durch Dr. Uwe Rath, Ratsmitglied der SPD stellte Armin Hartmann(2.v.r.), Projektleiter der Hattinger Wohnstätten, das mit dem Innovationspreis ausgezeichnete „Smarter Wohnen NRW“ vor. Altersgerechte und einfach zu bedienende Hightech-Ausstattung soll bis zum Jahr 2007 in 185 Wohnungen Senioren das Leben erleichtern. Hartmann: „Hausnotruf, Videoanlagen, Elektrovernetzung und Einbruchmeldanlagen geben Sicherheit. Auch im hohen Alter ist durch neueste Informationstechniken beispielsweise das Einkaufen und der Kontakt zum Arzt oder zu Pflegeeinrichtungen selbst bei eingeschränkter Mobilität noch in den eigenen vier Wänden möglich.
Einig waren sich die Fachleute in Einem: die Wohnungswirtschaft muss sich auf den demographischen Wandel einstellen, um Mieter zu halten und auch Leerstände zu vermeiden. Michael Hubert(r.) vom Forschungsinstitut Technologie-Behindertenhilfe FTB der EV. Stiftung Volmarstein weiß wie. Durch geeignete Maßnahmen der Wohnraumanpassung ist ein selbstbestimmtes Wohnen selbst bei Pflegebedürftigkeit noch lange möglich. Interessierte können sich in einer Ausstellung der FTB umfassend über Umbaumöglichkeiten und Fördermittel informieren.
Den Verwaltungen las Hans-Peter Neuhaus(2.v.l.), Leiter des Amtes für Wohnungswesen der Stadt Dortmund die Leviten: Anhand des „Masterplan Wohnen Dortmund“ legte er überzeugend dar, dass die Städte exaktes Datenmaterial erfassen und auswerten müssen. Dem Bevölkerungsschwund können Sie nur gemeinsam mit Wohnungswirtschaft, Investoren und anderen Partnern durch familien- und seniorengerechte Planungen langfristig entgegen treten.
SPD-Ratsfrau Gisela Ocken und Thomas Stotko ließen sich nach einer lebhaften Diskussion nicht zweimal bitten. Eine Folgeveranstaltung soll Stadtverwaltung, private und städtische Wohnungsunternehmen für dieses Thema sensibilisieren.