Ungerechte Prüfungen an Waldorfschulen vom Tisch

Besuchergruppen

Blote-Vogel-Schüler besuchen Thomas Stotko im Landtag

Düsseldorf/Witten. Als Protest gegen die Änderung der Prüfungsordnung für Waldorfschulen war der Besuch gedacht, den die knapp 30 Schülerinnen und Schüler der freien Blote-Vogel-Schule aus Witten am 15. April dem Landtag abstatteten. Bereits einen Tag nach ihrer Reise nach Düsseldorf konnten sie sich mit ihrem Abgeordneten Thomas Stotko über eine gute Nachricht freuen: CDU-Ministerin Barbara Sommer nahm ihre Pläne zurück.

Schon im Gespräch mit einem Vertreter des NRW-Schulministeriums in Düsseldorf zeichnete sich die gute Lösung ab. Es werde eine einvernehmliche Lösung für alle Beteiligten geben, kündigte dieser Stotkos Gästen an. Am 16. April nahm das Schulministerium dann die geplante Prüfungsordnung für Waldorfschulen zurück. „Der Protest der Waldorfschulen und der Einsatz der SPD-Landtagsfraktion haben sich gelohnt“, so Thomas Stotkos Kommentar.

Ein echter Grund zur Freude zeichnete sich beim Besuch der Blote-Vogel-Schüler am 15. April beim SPD-Abgeordneten Thomas Stotko ab. Einen Tag später waren die Pläne der Landesregierung für eine neue Prüfungsordnung an Waldorfschulen vom Tisch.

Das Schulministerium hatte geplant, in den zentral zu prüfenden Fächern weder die Vornoten der Schülerinnen und Schüler zu berücksichtigen, noch die Möglichkeit der mündlichen Nachprüfung zuzulassen. Außerdem sah der entsprechende Entwurf der Prüfungsordnung vor, dass an heilpädagogischen Waldorfschulen der Abschluss nicht mehr am Ende der zwölften, sondern am Ende der elften Klasse erworben werden muss. „Dies hätte dazu geführt, dass die besonderen Bedingungen der Schülerinnen und Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf ausgeblendet worden wären“, stellte Thomas Stotko fest.

Nach Bekanntwerden dieser Pläne habe die SPD-Landtagsfraktion daher die Behandlung im Schulausschuss sowie eine öffentliche Anhörung beantragt. Entscheidend sei jedoch der Einspruch von Schülern, Eltern und Lehrern gewesen, meint Stotko. „Ihr Protest und nicht zuletzt die Übergabe von rund 20.000 Unterschriften haben im Schulministerium zu einem Umdenken geführt. Das so schnell mit den Waldorfschulen eine Lösung gesucht und auch gefunden wurde, ist für die Schülerinnen und Schüler ein großer Gewinn.“

 
 

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