„Letzte Zuflucht“ muss allen Frauen offen stehen

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Stotko sieht Land bei Finanzierung von Frauenhäusern in der Pflicht

Ennepe-Ruhr. In der Frage einer verlässlichen Finanzierung von Frauenhäusern hat sich der Landtagsabgeordnete Thomas Stotko an die Seite der Mitarbeiterinnen des Frauenhauses Ennepe-Ruhr gestellt. Die Landesregierung müsse vor allem die drastische Mittelkürzung von 2006 zurücknehmen, fordert der SPD-Landespolitiker für Witten und Herdecke.

2006 hatte die Landesregierung die finanziellen Mittel für Frauenhäuser um 30 Prozent gekürzt, das entsprach der vierten Fachkraft in jeder Einrichtung in NRW. Spätestens nach der Zunahme von Fällen häuslicher Gewalt in diesem Jahr müsse das Land die Mittel mindestens wieder ungekürzt zur Verfügung stellen, fordert Thomas Stotko. „Insbesondere in gravierenden Fällen häuslicher Gewalt sind Frauenhäuser die letzten Zufluchtsorte für betroffene Frauen und Kinder. Es kann nicht sein, dass die Landesregierung die Kosten für eine derart elementare soziale Hilfe immer stärker den Kommunen, den Einrichtungen und den Hilfe suchenden Frauen selbst überlässt.“

Zwar habe sich der Ennepe-Ruhr-Kreis als Kommune bei der Finanzierung weitgehend an den tatsächlichen Kosten der Frauenhäuser und nicht allein an der Belegung der Einrichtungen orientiert und sei so finanziell in die Bresche gesprungen. Dennoch sei das Modell der Tagessätze problematisch. „Wenn es auf eine Selbstbeteiligung hinausläuft, die von Teilen der hilfebedürftigen Frauen nicht getragen werden kann, kann das Modell keine Lösung sein“, meint Thomas Stotko.

 
 

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