Das Land und die EU fördern das neue Forschungs- und Entwicklungszentrum II zum Ausbau der Medizintechnik und Biowissenschaft in Witten. Mit einem Scheck über 11,2 Mio. Euro (Förderbescheid) kam Landeswirtschafts und -arbeitsminister Harald Schartau in die Räumlichkeiten des FEZ I.
Das Land NRW und die EU fördern den Aufbau eines neuen Zahnmedizinisch-Biowissenschaftlichen Forschungs- und Entwicklungszentrums in der Stadt Witten mit einem Investitionszuschuss in Höhe von 11,2 Mio. Euro, was einen Anteil an der Gesamtfinanzierung von 80% bedeutet.
NRW-Wirtschafts- und Arbeitsminister Harald Schartau überbrachte Wittens Bürgermeisterin Sonja Leidemann anlässlich eines ersten Spatenstichs die Förderzusage für das so genannte FEZ II. „Das neue Zentrum ist ein zentraler Baustein in den Anstrengungen der Region, das Dreieck Bochum, Dortmund, Witten zu einem weltweit führenden Standort für Medizintechnik und Biomedizin auszubauen“, sagte Schartau.
Zu den Gästen der Übergabe des Bewilligungsbescheides gehörten neben Bürgermeisterin Leidemann auch der neue Präsident der Universität Witten/Herdecke, Prof. Wolfgang Glatthaar.
In einem längeren Gespräch mit dem Präsidenten und dem Minister Schartau konnte sich Landtagskandidat Thomas Stotko von der positiven Signalwirkung nicht nur für Witten, sondern für das Ruhrgebiet überzeugen.
Zielgruppe des FEZ II werden Gründer und andere kleine und mittlere Unternehmen dieses Technologiefeldes sein. Es wird Unternehmen und Forschungseinrichtungen rund 4.750 Quadratmeter modern ausgestatte Labor- und Büroflächen bereit stellen. Die Stadt Witten rechnet dort mit etwa 130 neuen Arbeitsplätzen. Realisiert werden soll das Projekt von einer noch zu gründenden, mehrheitlich von der Stadt Witten getragenen Besitzgesellschaft. Das Gesamtinvestitionsvolumen beläuft sich auf rund 16,6 Mio. Euro.
In dem Dreieck Bochum, Dortmund, Witten ist in den vergangenen Jahren eine sehr lebhafte Life Science Landschaft entstanden. Technologische Schwerpunkte liegen z.B. in den Bereichen Bildgebende Verfahren, Proteomik und Mikrosystemtechnik. Das neue Forschungs- und Entwicklungszentrum in Witten wird das BioMedizinZentrum und den BiomedizinPark in Bochum sowie die MST-Factory in Dortmund (Schwerpunkt Mikrostrukturtechnik) ergänzen. Alle drei Vorhaben werden ebenfalls vom Land gefördert.
Schartau: „Medizintechnik und Biowissenschaft geben schon heute erhebliche Impulse für die Innovationskraft der Wirtschaft Nordrhein-Westfalens. Dieser Trend wird sich in den kommenden Jahren weiter verstärken. Davon versprechen wir uns auch zahlreiche zusätzliche Arbeitsplätze. Im Mittelpunkt stehen kleine und mittlere Unternehmen, insbesondere technologieorientierte Neugründungen. Diesen Unternehmen müssen wir bestmögliche Forschungs- und Arbeitsbedingungen bieten.“